Ego-Shooter und das Thema Gewaltspiele

Schon seit Jahren liegen sogenannte Ego-Shooter im Brennpunkt. Die Jugend verbringt immer mehr Stunden vor dem PC. Der Grund hierfür sind sogenannte Ballerspiele, welche immer beliebter werden. Bei diesen Games geht es ausschließlich darum, den Gegner mit Waffen und roher Gewalt auszulöschen. Oftmals vergessen die Kinder alles um sich herum, vernachlässigen die Schule und verzichten auf viele Stunden Schlaf, nur um PC-Games wie Doom oder Battlefield aktiv spielen zu können.

Viele Eltern sind wegen dieser Verhaltensweise natürlich sehr besorgt. Von der wissenschaftlichen Seite her ist es schwer festzustellen, ob solche Ego-Shooter tatsächlich den Draht zur Realität minimieren. Eins ist jedoch sicher: Durch die Ballerspiele, wo ständig auf andere Menschen sowie Tieren geschossen wird, stumpft der Gamer seiner realen Welt gegenüber ab. Die Folgen sind fatal: Reale Gewalt wird als gar nicht mehr so schlimm empfunden. Vor allem wenn es zu Amokläufen wie im Jahre 2009 in Winnenden kommt und der Täter solche Spiele gespielt hat, werden die Rufe nach deren Verbot lauter.

Das gänzliche Verbot solcher Spiele steht jedoch nicht in Aussicht. Verschärfe Jugendschutzgesetze könnten die strapazierten Nerven der Eltern jedoch entspannen.Zumal sind nicht alle Spiele schlecht für den Nachwuchs. Im Gegenteil Förden gewisse Simulation und Geschicklichkeitsspiele nicht nur das logische Denken, sondern auch die Reaktion sowie das Gedächtnis.

Natürlich ist es ein schweres Unternehmen, den Nachwuchs von solchen PC Games weg zu bekommen. Aber allein schon das umsteigen von puren Gewaltspielen auf Rollenspiele, ist bereits ein enormer Fortschritt. Wer seinem Nachwuchs zusätzlich etwas Gutes tun möchte, der sollte über die Option einer Spielkonsole nachdenken, bei welcher der Spieler sich aktiv bewegen muss. Mit dieser Möglichkeit wird zugleich die Gesundheit gefördert.